Atmung

Wie kann man eine Angstattacke mithilfe der Herzkohärenz beruhigen?

Wie kann man eine Angstattacke mithilfe der Herzkohärenz beruhigen?

Ihr Herz rast, Ihnen stockt der Atem, Sie sind in einen unkontrollierbaren inneren Sturm verwickelt. Mitten in einer Angstattacke kommt Ihnen jede Sekunde wie eine Ewigkeit vor, und eine Frage beschäftigt Sie: Wie kann man eine Angstattacke so schnell wie möglich beruhigen?

In solchen Notfällen träumt man von einer schnellen und konkreten Lösung, um sich besser zu fühlen. Was wäre, wenn diese Lösung ganz einfach das Atmen wäre?

Herz-Kohärenz– hinter diesem etwas technischen Namen verbirgt sich eine Methode der geführten Atmung, die Ihnen vielleicht als Rettungsanker dienen könnte. Es handelt sich dabei nicht um einen Zauberstab, sondern um eine seriöse Technik, die von Wissenschaftlern und Ärzten zur Stressbewältigung empfohlen wird.

Schauen wir uns an, wie Sie diese Technik anwenden können, um inmitten des Sturms Ihre Ruhe wiederzufinden.

Was ist Herzkohärenz (und warum hilft sie bei Angstzuständen)?

Die Herzkohärenz ist eineTechnik der langsamen Atmung, die den Herzrhythmus mit dem Atemrhythmus synchronisiert, um dem Körper ein Beruhigungssignal zu senden. In einer Paniksituation schaltet der Körper in den Alarmmodus (Herzrasen, kurze Atmung, Adrenalinschub). Die Herzkohärenz ermöglicht es, diese Reaktion zu stoppen, indem sie über den Vagusnerv – den großen Nerv, der die Entspannung aktiviert – auf das Nervensystem einwirkt. Innerhalb weniger Minuten verlangsamt sich der Puls, die Atmung vertieft sich und der Geist kommt zur Ruhe.

Was die Wissenschaft sagt: Der Vagusnerv, das Herz und die Stresshormone

Aus wissenschaftlicher Sichtwirkt sich diese Atmung direkt auf unsere Physiologie aus. Durch die Stimulation des Vagusnervs bringt sie das Nervensystem wieder ins Gleichgewicht und löst eine Entspannungsreaktion aus (Verlangsamung des Herzrhythmus, Abbau von Spannungen, Rückkehr zur inneren Ruhe).

Studien haben übrigens einen Rückgang des Stresshormons Cortisol bei Personen gemessen, die Herzkohärenz praktizieren. Umgekehrt sendet ein ruhigeres Herz ein beruhigendes Signal an das Gehirn – man hat sogar entdeckt, dass ein zu hoher Herzrhythmus die Angst verstärken kann. Die Wissenschaft verspricht zwar keine Wunder, bestätigt jedoch, dass richtiges Atmen tatsächlich Ängste lindern kann.

Wie man eine Angstattacke mit Herzkohärenz lindert (Anleitung)

Was kann man konkret tun, wenn eine Krise auftritt? Hier ist ein einfaches Fünf-Schritte-Protokoll zur Anwendung der Herzkohärenz während einer Angstattacke:

  1. Sagen Sie sich, dass es sich um eine vorübergehende Krise handelt. So beängstigend Ihre Symptome auch sein mögen, sie sind nicht gefährlich. Wenn Sie sich dies bewusst machen, können Sie Ihre Angst etwas verringern und sich beruhigen (z. B. „Es ist nur eine Angstattacke, sie wird vorübergehen”).

  2. Schaffen Sie sich physische Sicherheit. Wenn möglich, isolieren Sie sich vom Trubel und setzen Sie sich an einen ruhigen Ort. Lockern Sie alles, was Sie einengt (Kragen, Gürtel), damit Sie besser atmen können. Schließen Sie die Augen, wenn Ihnen das hilft, sich wieder zu konzentrieren.

  3. Atmen Sie im Rhythmus 4-6. Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch. Atmen Sie langsam durch die Nase ein und zählen Sie dabei bis 4. Atmen Sie dann langsam durch den Mund aus und zählen Sie dabei bis 6. Atmen Sie regelmäßig in diesem langsamen Tempo (es spielt keine Rolle, wenn es nicht jedes Mal genau 4-6 Sekunden sind).

  4. Machen Sie 10 bis 15 Minuten lang weiter. Wiederholen Sie diese Ein- und Ausatmungen mindestens einige Minuten lang. Konzentrieren Sie sich auf die ein- und ausströmende Luft. Wenn Sie in Panik geraten, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit sanft zurück auf das Zählen und Ihre Hand, die sich auf Ihrem Bauch hebt. Jede langsame Ausatmung sendet eine Botschaft der Ruhe an Ihren Körper, auch wenn Sie dies nicht sofort spüren.

  5. Spüren Sie, wie die Panik nachlässt. Mit jeder Minute sollte sich Ihr Herzschlag verlangsamen und Ihre Atmung tiefer werden. Einige Symptome werden nachlassen (das Herzklopfen wird schwächer, das Gefühl der Atemnot verschwindet). Machen Sie weiter, bis die Angstwelle abgeklungen ist. Auch wenn die Angst nicht vollständig verschwindet, haben Sie nach und nach die Kontrolle über Ihren Körper zurückgewonnen.

Tägliche Herzkohärenzübungen zur Vorbeugung von Angstattacken

Die Herzkohärenz ist nicht nur ein Notfallinstrument, sondern auch eine Anti-Stress-Gewohnheit, die man täglich pflegen sollte. Bei regelmäßiger Anwendung kann sie langfristig Angstzustände verringern.

Neurowissenschaftler empfehlentägliches Training, um eine nachhaltige Wirkungauf das Nervensystemzu erzielen. Idealerweise führen 15- bis 20-minütige Trainingseinheiten über einen Zeitraum von acht Wochen dazu, dass der Bereich des Gehirns, der für Angst und Panikattacken zuständig ist, verkleinert wird.

Warum so regelmäßig sein?

Da die Wirkung einer Sitzung nur wenige Stunden anhält, ist es sinnvoll, die Übung mehrmals täglich zu wiederholen. Mit der Zeit stellen viele fest, dass ihre Angstattacken seltener und weniger intensiv werden.

Durch die Verbesserung Ihres Schlafes und Ihres emotionalen Gleichgewichts im Alltag verringert die Herzkohärenz das Risiko weiterer Panikattacken. Vor allem aber werden Sie durch regelmäßiges Training, wenn alles gut läuft, besser reagieren können, wenn eine Krise auftritt: Ihr Körper wird schneller den Weg zur Ruhe finden.

Ein Hilfsmittel, das Ihnen dabei hilft: der Neoflo-Atemgurt

Natürlich ist es nicht immer einfach, diese Atemübungen regelmäßig durchzuführen. Sekunden zu zählen oder eine App im Auge zu behalten, kann mühsam sein... Hier kann eininnovatives Hilfsmittelwieder Neoflo-Atemgürtelhelfen. Dieses Gerät wird um die Taille getragen und leitet Ihre Atmung durch leichte Vibrationen: Es zeigt Ihnen an, wann Sie ein- und ausatmen sollen, ohne Bildschirm und ohne geistige Anstrengung. Kurz gesagt, der Neoflo-Gürtel fungiert als persönlicher Atemcoach und hilft Ihnen, regelmäßig und ohne Zwang zu üben.

Sein Vorteil? Sie können ihn überall diskret verwenden und so ein konstantes Training aufrechterhalten. An Tagen, an denen der Stress steigt, müssen Sie nur den Gürtel für einige Minuten aktivieren, um die Kontrolle über Ihre Atmung zurückzugewinnen und eine Eskalation in Panik zu vermeiden.

Denken Sie daran, dass Sie Mittel und Wege haben, um Ihre Ängste zu lindern. Insbesondere die Herzkohärenz kann Ihnen helfen, Krisen zu bewältigen – vor allem, wenn Sie sie in Ihren Alltag integrieren (bei Bedarf mit ein wenig technologischer Unterstützung wie Neoflo). Eine gut kontrollierte Atmung wird zu Ihrem besten Verbündeten, um innere Stürme zu überstehen und wieder zur Ruhe zu kommen.

Weiterlesen

Tiefes Atmen: Wundermittel gegen Stress oder nur eine Modeerscheinung?
Wie Sie dank Herzkohärenz gut schlafen können